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Informationen zur Kampagne LPT-Schliessen

Informationen zur Kampagne 1

»So wie es völlig undenkbar ist, Medikamente, Haushaltsmittel oder Giftstoffe an Menschen gegen ihren Willen zu testen, muss es zur absoluten Selbstverständlichkeit werden, dass derartige Gewalthandlungen auch nicht an Tieren durchgeführt werden.«

Die Kampagne LPT-Schließen ist ein Netzwerk aus verschiedenen Tierrechtsgruppen und -organisationen sowie Einzelpersonen, welches sich aktiv gegen die Tierversuche und die Tierhaltung des Hamburger Unternehmens Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT) richtet.

Nachdem es bereits in den 1980er und 1990er Jahren Proteste gegen das Unternehmen gegeben hatte, war es einige Zeit still um LPT. Seitdem die Kampagne LPT-Schließen 2013 mit einer Großdemonstration, an der mehrere Hundert Menschen teilgenommen haben, gestartet wurde, finden nun wieder regelmäßig und koordiniert Proteste gegen das Unternehmen statt. Mit vielfältigen Aktionen wie beispielsweise Mahnwachen, Informationsständen, Laternenumzügen und Großdemonstrationen durch die Nachbarschaft werden nicht nur AktivistInnen sondern auch AnwohnerInnen angesprochen und einbezogen.

„Tiere werden als leidensfähige Individuen begriffen, die nicht zum Zwecke des Menschen, sondern um ihrer selbst willen existieren.“

Die regelmäßigen Demonstrationen zu den Arbeitszeiten von LPT stellen den Grundpfeiler der Proteste dar und konfrontieren das Unternehmen und die MitarbeiterInnen immer wieder aufs Neue mit ihrer Verantwortung für das tausendfache Leid der in den Laboren gefangenen Tiere. Doch auch mit spektakulären Aktionen macht die Kampagne auf sich aufmerksam:

Im Mai 2016 blockierten AktivistInnen im Rahmen einer Protestaktion die Zufahrten zum Hauptstandort des Labors, indem sie sich an den Toren festketteten, und unterbrachen so den Betriebsablauf für mehrere Stunden.

Die Kampagne LPT-Schließen versteht sich als Teil der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung, die für ein Ende jeglicher Ausbeutung von und Gewalt an Tieren kämpft. Im Gegensatz zum Tierschutz werden keine Verbesserung der Haltungs- und Tötungsbedingungen von Tieren angestrebt, sondern die Abschaffung der Tierausbeutung in allen Bereichen. Tiere werden als leidensfähige Individuen begriffen, die nicht zum Zwecke des Menschen, sondern um ihrer selbst willen existieren, und denen ein, soweit möglich, selbstbestimmtes Leben zusteht.

Etliche MedizinerInnen und ForscherInnen lehnen Tierversuche mittlerweile aus methodologischen Gründen ab. Ein wichtiges Argument hierfür sind die berechtigten Zweifel daran, dass Tierversuche auf Menschen übertragbar seien. Für die Kampagne LPT-Schließen ist es letztendlich völlig unerheblich, ob Tierversuche möglicherweise übertragbare Ergebnisse liefern könnten, denn auch Tierversuche mit übertragbaren Ergebnissen würden für die betroffenen Tiere weiterhin die Hölle auf Erden bedeuten.

Es muss zu den ethischen Grundlagen wissenschaftlicher Forschung gehören, dass sie keine Opfer produziert. So wie es völlig undenkbar ist, Medikamente, Haushaltsmittel oder Giftstoffe an Menschen gegen ihren Willen zu testen, muss es zur absoluten Selbstverständlichkeit werden, dass derartige Gewalthandlungen auch nicht an Tieren durchgeführt werden.

Obwohl sich die Kampagne konkret gegen das Tierversuchslabor LPT richtet, setzt sie sich nicht nur für ein Ende der Tierversuche, sondern ausdrücklich für die Befreiung der Tiere aus allen Unterdrückungs- und Ausbeutungsverhältnissen ein und positioniert sich in Redebeiträgen, Presseberichten und bei Veranstaltungen entsprechend.

LPT ist hierbei nur eines von vielen Unternehmen, das mit der Ausbeutung von Tieren Profit macht, und steht somit auch symbolisch für all die anderen Institutionen in dieser Gesellschaft, in denen Tiere instrumentalisiert werden und in denen systematisch Leid produziert wird.

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